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TAYLORs

TAGEBUCH

e r i n n e r u n g

Der Blick zurück ist auch immer der Blick auf das, was vor uns liegt. Der Blick zurück kann so viel mehr sein als nur Erinnerung, ein Gefühl, was bestärken kann, den Weg genau so weiterzugehen, aber uns auch ermutigen kann, neue Wege zu gehen. Wenn ich zurückschaue, dann bleibt vor allem eines für mich – die Gewissheit und das gute Gefühl, ich würde es wieder tun…

t e i l e n

Nach einer langen Produktionszeit und dem intensiven ersten Moment des Teilens klingen die neuen Lieder nach in mir. Jetzt sind sie frei, suchen und finden ihren Weg ins Außen, geben so viel preis, legen meine Gefühle und Gedanken offen. „Bis zum letzten Ton“ möchte ich wachsam sein und erinnern, möchte offen und ehrlich teilen in einer Welt, die sich so schnell verändert und vergisst, dass es mich oft sprachlos macht. Wir können den Frieden nur finden, wenn wir ihn in uns finden. Die Gewalt nimmt überhand in Wort und Tat und das Vergessen lässt sie wachsen, lässt sie manchmal als legitimes Mittel, als eine alternative Lösung erscheinen. Ein Miteinander kann nur gelingen, wenn wir ins wahre Teilen gehen, gegen den Trend der Willkür und der Beliebigkeit. Alles braucht im Wir eine Bedeutung, nur dann kann es an Wert gewinnen, lässt sich das Wir wieder spüren, dann sind wir nicht mehr allein…

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Wer den Frieden in die Welt tragen möchte, der muss ihn zunächst in sich finden. Wer die Freiheit spüren möchte, muss sie auch den anderen geben. Und wer sich die Menschlichkeit bewahren möchte, der muss auch bereit sein, auf vieles zu verzichten, was das Leben auf den ersten Blick leichter machen kann…

Wenn ich mir für das neue Jahr etwas wünschen darf, dann,
dass wir dann laut sind, wenn andere leise bleiben,
dass wir uns immer wieder an das erinnern, was uns verbindet,
dass wir jeden Tag neue Brücken bauen,
dass in der Dankbarkeit jede Zeit ihre Chance bekommt…

i h r

Nur mit Euch wird das Teilen erst möglich, kann ich mich frei und leicht öffnen, gebe ich alles preis von mir und lasse los. Ihr findet immer einen Weg gemeinsam mit mir, meinen Melodien und Zeilen ins Außen zu verhelfen. Ich weiß, dass ich es Euch oft dabei nicht einfach mache. In der Dankbarkeit bekommt jede Zeit ihre Chance…

i h r

Eine Verbindung ohne viele Worte, intensiv gelebte Zeit voller echter Emotionen, mit einer großen Loyalität und gegenseitiger Wertschätzung. Ihr lasst mich so sein, wie ich wirklich bin. Mit Euch geht ins Außen, was so lange nur in meinem Inneren gelebt hat. In der Dankbarkeit bekommt jede Zeit ihre Chance…

n i e m a l s

Anfang des Jahres habe ich vom ersten KI-generierten Song erzählt, der mit über sechs Millionen Aufrufen eine Platzierung in den deutschen Charts erreichte. Vollständig durch KI erstellte audiovisuelle Kunstfiguren veröffentlichen Alben, eine nicht-existente KI-Band hat in wenigen Wochen zwei Alben veröffentlicht und über eine halbe Million Spotify-Fans erreicht.

Meine Musik wird niemals künstlicher Intelligenz begegnen, kein einziger Ton von mir wird jemals KI-generiert sein. Solange ich denken und fühlen kann und solange es noch möglich ist, produziere ich meine Musik von mir zu Dir – von Mensch zu Mensch…

r e l e a s e

Wie ein langes und intensives Ausatmen, gebe ich frei, was so lange nur allein in mir gelebt hat. Ich teile, gebe frei und lass los, alles findet jetzt den Weg ins Außen, von mir zu Dir, aus tiefstem Herzen und aus meiner Seele gebe ich frei, ein Gefühl von unendlicher Freude, aber auch von Demut und großer Dankbarkeit…

e i n e . w o c h e

Eine neue Zeit des Teilens beginnt. Ich spüre deutlich, dass es dieses Mal anders ist, denn dieses Album ist für mich das bisher wichtigste Album – so nah, so echt und so voller Wahrhaftigkeit, wie es mir möglich ist, es in Zeilen und Melodien zum Ausdruck zu bringen. Es bedeutet mir viel, in genau einer Woche alles Neue mit Euch teilen zu können.

g l ü c k . d e s . a n f a n g s

Es wird ganz still im Saal. Und dann ist er einfach da, dieser besondere Moment, wenn das erste Mal die neuen Melodien erklingen…

b e g e g n u n g

Die Gefühle und Gedanken zum neuen Album zu teilen, ist für mich gefühlt wie eine Offenbarung – ich öffne und mache auf, was ich so lange im Verborgenen und für mich ganz alleine gefühlt und noch nicht geteilt habe. In dieser zweiten Begegnung mit Lutz Dieckmann ging es schnell um viel mehr als nur um mein neues Album oder um die neuen Lieder. Wir sprachen über das Leben, mit all seinen Herausforderungen, über individuelle Lebensmodelle und über mögliche Lebenswege, für die man sich entscheiden kann, wenn die persönlichen Umstände es zulassen. Ich habe mich ihm gerne geöffnet und erzählt und behalte den Austausch und das Gespräch in bleibender Erinnerung…

w e r t v o l l

Das freie Produzieren wird immer mehr zu einer besonderen Herausforderung. Meine Hardware wird von Jahr zu Jahr älter und ich kann viele Funktionen nicht mehr nutzen, denn hierfür bräuchte es meine Zustimmung für neue Updates, die künstliche Intelligenz enthalten. Mit KI oder AI würde alles schneller gehen. Es bräuchte viel weniger Zeit für ein Lied, für einen Text oder für eine Melodie. Mit künstlicher Intelligenz könnte ich vieles auf Knopfdruck generieren, ohne selbst ein Instrument in die Hand zu nehmen oder ohne stundenlang an einzelnen Zeilen und Melodien zu schreiben und zu komponieren. So machen es mittlerweile die meisten, deren Songs man im Radio hört. Für mich wird es immer wertvoll bleiben, anders zu sein.

u m . j e d e n . t o n

Wie ein Maler, der Monate lang an einem Bild malt, ist es für mich, wenn ich schreibe und komponiere. Manchmal gibt es Tage, da kämpfe ich um jeden Ton, ringe mit mir um jede Zeile, verwerfe Ideen und Kompositionen, bis ich schließlich spüre, dass es jetzt ganau so gut ist und es genau so bleiben kann – ohne automatische Reimkorrektur, ohne KI-Überarbeitung und ohne jeden Einfluss von außen. Nur so bleibe ich echt. So bleibe ich mit mir und allem verbunden und so bewahre ich mir mein Menschsein.

h i n g a b e

In diesen Tagen arbeite ich intensiv und mit voller Hingabe an den letzten Zeilen und Melodien für mein kommendes Album. Über Wochen und Monate habe ich jeden Ton selbst gefühlt und gestaltet, jedes Instrument wieder und wieder aufgenommen, bis es sich richtig und fertig anfühlte. Es ist nie ganz perfekt und vielleicht erzeugen große Tonstudios mit erfahrenen Produzenten modernere, noch ausgewogenere oder technisch vollkommenere Töne und Klänge. Doch niemals könnte ich dafür meine Lieder in andere Hände geben. Nur so trägt jedes Lied meine Handschrift und jeder Song kann genauso klingen, wie ich ihn empfangen und es mir innerlich ausgemalt und gewünscht habe, als ich vor einigen Monaten wieder einmal vor einem weißen Blatt Papier saß.

a l b u m

Ein neues Album zu schreiben, ist für mich so viel mehr, als einfach nur etwas fortzusetzen. Ich erzähle davon, was mich berührt und was mich wirklich bewegt und wofür ich kämpfen möchte.

Manchmal überrasche ich mich dabei selbst und es entsteht etwas, von dem ich gar nicht wusste, dass es mich so sehr beschäftigt. Ich spüre meine Grenzen, meine Verletzbarkeit und meine Zweifel und ich beginne wie von selbst, zu schreiben und zu komponieren, halte mir den Spiegel vor, formuliere klar oder in Bildern, beschreibe etwas, was mir wichtig ist und finde eine Melodie, die all das zum Ausdruck bringt, wer ich bin, aber vor allem – wer ich sein möchte.

p h a n t a s i e

Ich will frei sein.
Frei zu sein, sich wirklich frei zu fühlen, ist nichts, was einfach so entsteht. Es ist eine bewusste Entscheidung – für die Liebe, für die Freiheit, für das Leben.

Freiheit ist durch nichts zu ersetzen. So wie auch das Land der Phantasie, was Du nur erreichen kannst, wenn Du Dich auf Deinen ganz eigenen Weg machst, den nur Du selbst kennst – egal, was Andere von Dir halten oder was sie von dir sagen.

Frei sein beginnt im Kopf und es endet immer im Wir, im Miteinander, in der Art, wie wir uns ansehen, wie wir uns begegnen und was wir voneinander erwarten. Das Blatt Papier ist am Anfang immer leer…

l e i c h t i g k e i t

Ich singe um mein Leben und wenn ich sehe, was in dieser Welt passiert, fehlt mir oft die Luft zum Atmen, der Platz für Veränderung, die Chance auf etwas Neues.

Ich singe um mein Leben und wenn ich sehe, was in dieser Welt möglich ist, erlebe ich oft das Gefühl von Ohnmacht, von Verzweiflung und von Einsamkeit.

In der Dankbarkeit bekommt jede Zeit ihre Chance und im Teilen entsteht ein Wir.

Wir müssen uns das Menschsein bewahren, den Anderen so akzeptieren lernen, wie er ist, andere Haltungen tolerieren, wieder neu und anders miteinander reden und aufeinander zugehen.

Und dann gibt es auch etwas, was mir keiner nehmen kann, denn die Welt kann wunderschön und voller Farben sein. Ich liebe das Leben und die Menschen, mit denen ich mich umgeben darf. Dann gibt es diesen besonderen Moment, der plötzlich und unerwartet etwas bewegt und berührt. Dann ist sie da, die Freude am Leben, der Spaß am Miteinander und die Leichtigkeit des Seins.

a n k o m m e n

Manchmal muss man weggehen, um wieder ankommen zu können. Es kommt mir vor, wie ein Moment des Innehaltens, wie ein Moment der Stille, ein Moment des Aushaltens.

Ich bin zurück und fühle meine Mitte und den Frieden, den ich mit mir und vielem anderen machen konnte – in einer Zeit, die von uns will, dass wir einfach nur funktionieren, nicht alles hinterfragen, eine Zeit, die vorgibt und die vorhält, was richtig und was falsch sein soll.

Mein Widerstand ist so klar und so eindeutig wie nie zuvor. Ich weiß, wofür ich stehe, was mich ausmacht, was mich unterscheidet und was ich gerne teilen will – mit jedem, der mich ansehen und mir zuhören möchte, mit jedem, der sich nicht anpasst, sondern auch nach Veränderung sucht, achtsam mit sich und mit den Menschen, denen man in seinem Leben begegnet, mit denen man Zeit und Liebe teilt, bei denen man sich verstanden und angenommen fühlt.

Ich bin zurück und die Musik ist meine Insel…

h e i m k e h r

Ich bin zurück.
Auf der Reise zu sein, ist zu einem Teil meines Lebens geworden. Die letzten sechs Jahre ziehen in Bildern an mir vorbei und lassen mich zurückschauen auf eine Zeit voller Hingabe und voller Leidenschaft und sie erinnern mich an eine Zeit des Teilens und des Gebens und an eine Zeit des Alleinseins und des Miteinanders.

Ich bin zurück.
Auf der Reise zu sein ist so viel mehr, als nach vorne zu schauen, Neues zu sehen und Neues zu erleben. Auf der Reise zu sein, ist eine Entscheidung, eine Entscheidung für das Leben, für alle Farben, für jeden Schmerz und für die Freude, für ein Wiedersehen und für einen Neuanfang.

Alles beginnt mit einer Entscheidung.
Und wenn ich bereit bin, dann kann ich sie sehen, ich kann sie spüren, die Chancen und die Möglichkeiten, aber auch die Risiken und die Gefahren.

Alles beginnt mit einer Entscheidung.
Ich bin zurück auf alten und neuen Wegen, ich spüre die Veränderung in mir und in jeder Begegnung…

r ü c k k e h r

Ich bin zurück. Zurück in dem Land, was mir in der Vergangenheit so viel gegeben, aber auch etwas genommen hat.

Ich bin zurück. Zurück in dem Land, was mir so fremd geworden ist, als ich aufgestanden und als ich laut geworden bin.

Ich bin zurück. Zurück in dem Land, was mir gezeigt hat, wo meine Grenzen sind und wer mir zuhört, wenn ich anfange, zu erzählen.

Ich bin zurück und höre wieder den gewohnten Klang der Sprache – das gesprochene Wort, das ich mir nicht mehr in meinem Kopf erst übersetzen muss, um es zu verstehen.

Ich habe es vermisst – die Begegnung mit allem, was man kennt und was man zu schätzen weiß, wenn man es lange nicht hatte.

Ich würde es wieder tun – und ich werde es wieder tun. Ich lasse mir nicht und niemals den Mund verbieten und ich werde weiter selber denken.

Lange habe ich auf den richtigen Moment gewartet und jetzt, wo er da ist, erfüllt er mich gleichermaßen mit Respekt, aber auch mit Freude – wieder hier zu sein, wieder nah zu sein, wieder da zu sein…

a c h t s a m k e i t

Überall hören wir jetzt schon – oft, ohne es zu wissen oder dass wir es im Alltag beeinflussen können – „KI-Melodien“, welche durch maschinelles Lernen, neuronale Netze und KI-Algorithmen entstanden sind.

Überall reden wir jetzt schon – oft, ohne es merkwürdig oder unmenschlich zu finden – mit „digitalen Endgeräten“, die uns das Gefühl geben sollen, dass uns Jemand zuhört.

Überall lassen wir uns jetzt schon – oft, ohne es zu überprüfen oder einen anderen Weg zu kennen, von Navigationssystemen leiten, denen wir dann blind vertrauen.

Wir sind nicht mehr Viele, aber wir sind nicht allein. Ich möchte achtsam und anstrengend bleiben und auf meine Art und Weise weiter das sagen, was ich fühle, was ich wahrnehme und was ich empfinde – bis zum letzten Ton…

h a n d g e m a c h t

Nach der letzten Tour im September haben mich so viele handgeschriebene Briefe und Geschenke erreicht wie selten zuvor. Eure Rückmeldungen berühren mich sehr und sie verbinden mich in ganz besonderer Weise mit Euch. Es ist ein starkes Band, was uns verbindet – in einer Zeit voller Gleichgültigkeit und aktivem Vergessen.

Mein Leben ist so wunderbar erfüllt von besonderen Momenten und von Begegnungen, jede noch so kleine Nachricht bekommt bei mir ihren eigenen Platz, handgeschriebene und oft sehr persönliche Zeilen erreichen und bewegen mich, geben mir Halt, lassen mich innehalten, lassen mich wachsam beiben und sie schenken mir Kraft – bis zum letzten Ton…

a n n e h m e n

Vor einigen Monaten erzählte ich beispielhaft von einem Straßenmusiker, dem nur ganz wenige Menschen im Vorbeigehen etwas in seinen Hut warfen. Der Mann, der dort auf der Straße spielte, war ein weltbekannter Violinist in einem Selbstversuch. Am selben Tag hatte er ein ausverkauftes Konzert mit denselben Stücken in gleicher Reihenfolge gespielt, mit Ticketpreisen im drei- und vierstelligen Bereich.

Immer wieder würde ich mich in meinem Leben für den Weg der Wertschätzung und gegen den Weg der Kommerzialität entscheiden. Immer wieder würde ich mich in meinem Leben für den Weg der totalen menschlichen Abhängigkeit und gegen den Weg der Berechenbarkeit entscheiden.

Analog zur gesellschaftlichen Entwicklung verliert Wertschätzung immer weiter spürbar an Bedeutung. Für mich und für viele Andere bedeutet das, diesen Umstand akzeptieren lernen zu müssen – bis zum letzten Ton…

n i e m a l s

KI produziert bereits neue Lieder per Mausklick, der erste KI-generierte Song erreicht mit über sechs Millionen Aufrufen eine Platzierung in den deutschen Charts. Eine vollständig durch KI erstellte audiovisuelle Kunstfigur hat ihre Debütsingle veröffentlicht.

Meine Musik wird keiner künstlichen Intelligenz begegnen, kein einziger Ton von mir wird jemals KI-generiert sein. Wenn das „Künstliche“ Emotionen imitiert, werden menschliche Emotionen kompensiert und wenn das „Künstliche“ zur Kunst wird, wird die Kunst sterben.